#43: Whistleblowing: Rückgrat statt falscher Loyalität

Shownotes

In der neuen Episode von Code of C spricht Host Martin Reichetseder, Compliance Officer und Mitgründer von .LOUPE, mit Andrea Pilecky und Roman Sartor (rosa elefant OG), zwei der profiliertesten Compliance-Expert:innen Österreichs, über die Kraft von Hinweisgebersystemen für die Speak-up-Kultur. Gemeinsam beleuchten sie, warum Whistleblowing weder lästige Pflicht noch reines „Must-have“ ist, sondern gelebte Selbstverständlichkeit moderner Compliance. Es geht um die Bedeutung von Vertrauen, um anonyme Meldemöglichkeiten, den richtigen Ton von oben und die Frage, wie sehr ein Whistleblowing-System die Unternehmenskultur widerspiegelt oder sogar verstärkt.

Aus der Praxis diskutieren die drei Expert:innen, wie relevant Hinweisgebersysteme tatsächlich für die Aufdeckung von Risiken wie Fraud, Kartellrechtsverstößen oder Diskriminierung sind, warum „Open Door“ ohne Prozess nicht ausreicht und weshalb 0 Meldungen kein gutes Zeichen sind. Ein besonderer Fokus liegt auf Kommunikation: Wie erklärt man Whistleblowing so, dass Mitarbeitende keine Angst haben, sondern verstehen, dass Meldungen willkommen sind.

Die Folge macht deutlich: Whistleblower:innen sind keine Feinde, sondern Verbündete. Ein funktionierendes Hinweisgebersystem ist kein isolierter Kanal, sondern ein Prozess, der Haltung, Rückgrat und eine echte Speak-up-Kultur voraussetzt und fördert.

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Transkript anzeigen

00:00:04: Also aus meiner Sicht gibt es für jedes Unternehmen die richtige digitale Lösung und ich bin auch der Meinung, dass wenn man Whistleblowing Management System ernst nimmt dann geht das nach meinem Verständnis nur mit einer digitalen Lösung.

00:00:16: Unabhängig davon welche Lösung man nimmt.

00:00:18: aber das Whistleblowing Management System ohne eine digitale Lösung ist in meiner Welt schwierig umzusetzen.

00:00:24: Aber anonyme Meldungen nicht zu akzeptieren ist ein unglaublicher Schwachsinn.

00:00:29: bitte dreht's das morgen ab Weil die Frage ist immer, wo gehen denn dann diese gedachten anonymen Meldungen hin?

00:00:40: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Code of C dem True Compliance Podcast von LUB.

00:00:45: Hier sprechen wir über Compliance Osterpraxis für die Praxis.

00:00:48: Mein Name ist Martin Reichizeder ich bin Compliance Officer Ich bin Mitgründer von Lub und für die nächsten Minuten ihr Gastgeber.

00:00:55: Schön langsam neigt sich die Reise durch die Planung Implementierung und auch den Betrieben des Compliance Management Systems dem Ende zu.

00:01:03: Wir sind heute bei einem der letzten Elemente angekommen und zwar dem Element Whistleblowing.

00:01:09: Und für dieses Element habe ich zwei ganz besondere Gäste eingeladen, die sind nicht nur Freunde von mir sondern sie sind auch Kooperationspartner von LUB und Sie Das kann man an dieser Stelle schon sagen, sicher die führendsten Köpfe beim Thema Compliance in Österreich und auch über die Grenzen hinaus.

00:01:26: Es freut mich ganz besonders, dass die Andrea Biletzke und den Roman Sator beide Gründer- und Geschäftsführer von Rosa Elefanto geben mir begrüßen zu dürfen.

00:01:34: Lieber Andrea, lieber Roman, schön, dass ihr da seid!

00:01:36: Ja vielen Dank Martin.

00:01:37: wir freuen uns sehr wieder da sein zu dürfen.

00:01:40: ja

00:01:40: es ist einfach nur großartig angestoßen haben wir ja drauf schon.

00:01:43: genau das.

00:01:45: Das ist auch schon die Brücke zum ersten wiederkehrenden Element.

00:01:49: Aber du hast das gesagt, Andrea, ihr seid ja nicht zum ersten Mal da!

00:01:51: Ihr wart schon einmal an dieser Stelle.

00:01:53: ein Shoutout für die Folge Diskriminierung bzw.

00:01:57: Anti-Diskriminierung.

00:01:58: Das ist eine Doppelfolge und es war ein wunderbares Gespräch und einer der besten Folgen, die wir in der ersten Staffel aufgenommen haben.

00:02:05: Also kleiner Shout out für diese Folge Das, was der Roman Grock sagt hat.

00:02:09: Nämlich wir haben ja auch schon angestoßen und das führt mich zu unserem ersten wiederkehrenden Element bei Code of C., dass ist unser Mutmacher!

00:02:17: Und wir gönnen uns heute ein Glas Prosecco.

00:02:20: Natürlich!

00:02:21: Ja natürlich, das heißt wir stoßen aber bitte noch einmal an so viel Zeit muss sein.

00:02:26: Zum Wohl Martin!

00:02:27: Schön,

00:02:28: dass ihr da seid.

00:02:32: So diesen Mutmachern den gönn'n wir uns um den Gammel ein bisschen anzufeuchten und die Stimme ein bisschen zu lockern.

00:02:40: Wir haben aber noch ein zweites wiederkehrendes Element.

00:02:42: Das ist quasi das Überraschungselement, nämlich unseren Code of Sea Check-In.

00:02:51: Liebe Andrea, liebe Roman!

00:02:52: Zum Aufräumen darf ich euch wie auch schon beim letzten Mal ersuchen mir jeweils einen Satz zu vervollständigen und ich habe euch für euch jeweils einem Entwederuntersatz vorbereitet.

00:03:02: Ich fange mit dir an Andrea.

00:03:05: Ombudslösungen sind wertvoll weil...

00:03:11: Sie Unabhängigkeit gewährleisten und dadurch Vertrauen schaffen in diese Lösung.

00:03:16: Das

00:03:17: ist eine schöne Antwort, warum kriegst du die Frage oder den Satz?

00:03:20: Weil ihr selbst nicht nur in der Beratung tätig seid sondern weil ihr selbst auch der Ombudslösung seid für sehr viele Unternehmen.

00:03:27: Aus dem Grund vielen Dank für die Antwort Roman!

00:03:30: Ja Zitter Zitter.

00:03:34: Was Unternehmen bei Whistleblowing total unterschätzen ist

00:03:39: Die Bedeutung des Big Up Kultur.

00:03:40: Danke

00:03:42: schön.

00:03:42: So und jetzt jeweils einen Entwederuntersatz, lieber Andrea ich fange mit dir wieder an.

00:03:47: Meldemöglichkeiten entweder anonym oder nicht anonym?

00:03:53: Auf jeden Fall anonym auch anbieten.

00:03:57: sehr viel kommt ja anonym aber selbstverständlich für beides offen sein.

00:04:02: Schön!

00:04:03: Ich bin nämlich auch eher Team Anonym anbitten.

00:04:06: es gibt da viele Unternehmen die das nicht tun.

00:04:08: Lieber Roman Open Door Entweder ausreichend für den Zweck oder nur ein Teil der Lösung.

00:04:19: Definitiv wichtig als Lösung insgesamt!

00:04:23: Super, vielen herzlichen Dank für diesen schönen Check-in.

00:04:27: ihr wisst dass mir dieses Thema oder auch diejenigen die mich kennen wissen das das Thema Whistleblowing für mich persönlich auch sehr wichtig ist jetzt nicht nur gesehen aus der Brille eine so der Neemaus, der mit seiner Software eine der führenden Whistleblowing-Lösungen in Österreich auch anbietet.

00:04:41: So viel Zeit für Werbung das sein, sondern auch als Compliance Officer ist das Thema insbesondere beim Betrieb des CMS das Thema Whistleblowing sehr wichtig.

00:04:53: Warum?

00:04:53: Weil es natürlich einen besonderen Hebel auch auf die Kultur hat und darum rede ich ja mit euch über dieses Thema weil das Thema Unternehmenskultur bei euch Ein sehr wesentliches und wichtiges Thema ist in der Beratung, auch in der Art und Weise wie ihr Compliance denkt.

00:05:08: Weil Ihr denkt Compliance immer mit der Kultur!

00:05:11: Und darum rede ich mit Euch über Whistleblowing aufgrund dessen weil der Hebel ein besonderer ist beim Thema Whistleblowing.

00:05:17: Wenn wir jetzt einsteigen in das Thema und ich würfe die Frage einfach auf den Tisch und wer sie beantworten will der greift sich diese Frage Warum ist Whistle Blowing längst nicht nur ein Pflichtprogramm beim CMS sondern ein strategischer Bestandteil von Compliance als solches?

00:05:36: Ja, Martin.

00:05:38: Lass mich dich vielleicht auf meine Zeitreise ein bisschen mitnehmen.

00:05:43: Als ich in einem Industrieunternehmen im Jahr seven begonnen habe als Compliance-Officer kamen die Mitteilung vom Headquarter.

00:05:53: Bitte!

00:05:53: Wir haben jetzt eine neue Whistleblowing Hotline in hundert zehn verschiedenen Sprachen, twenty four seven umsetzen.

00:06:03: Das war die Vorgabe vom Headquarter an, die in Summe knapp hundert zehn Compliance-Office weltweit.

00:06:10: Und das wurde gemacht und die Sache war in drei Wochen erledigt.

00:06:15: Umso mehr hat es mich sozusagen jetzt doch wunder genommen dass hier in den letzten Jahren das Thema derart aktuell ist und derart breit gestreut wird Und hinterfragt wird vor allem auch und ich einfach in dieser Zeitreise zurück mit immer wieder gedacht habe, bei uns war das eine Geschichte von drei Wochen.

00:06:36: Ja und wir sehen ja auch wenn wir uns jetzt die relevanten ISO-Normen zum Beispiel anschauen also die ISO-CMR-Sichtereinolines oder die CMR-sicht Nullnulines dass dort schon sehr lange... kommt, man muss quasi hier Prozesse einrichten um Mitarbeiterinnen auch zu ermutigen hier Verstöße zu melden.

00:06:53: Und wir sehen ja dadurch eigentlich dass das Thema Whistleblowing nicht erst jetzt durch die gesetzliche Entwicklung einen Pflichtprogramm oder ein absolut Best Practice eines Compliance Management Systems ist sondern schon seit jeher eigentlich so verstanden wurde.

00:07:07: und der dritte Punkt sozusagen neben dem das es das einfach auch schon sehr lange gibt, dass es auch in den Normen wiedergespiegelt ist dass es auf jeden Fall ja auch absolut viel Sinn macht, für Unternehmen das zu haben.

00:07:21: Ich glaube da gehen wir dann eh noch weiter rein.

00:07:23: wenn wir über die weiteren Fragen auch sprechen ist einfach das ganze nochmal abrundet.

00:07:27: Du hast gesagt letztes Elemente oder eines der letzten Elementen?

00:07:30: Wenn wir jetzt auf den IDWPS-Mannhundertachzig schauen ist hier das letzte Element sozusagen, das Monitoring und Überwachung und auch da ist natürlich Whistle Plowing ein ganz wesentlicher, ein wesentliches Element um hier ein Frühwahnindikatorsystem auch zu implementieren bzw.

00:07:47: in der Überwachung, aber eher natürlich in der Erwachung des Systems, ob das eigentlich so funktioniert und etwas zu haben?

00:07:53: Es gibt ja sogar eine eigene ISU, nämlich die Sibium Trissig Null Null Zwei, die das Whistleblowing Management System beschreibt.

00:08:00: Wir haben gemeinsam einmal ein kleines Weitbeper aufgeschrieben zu diesem Thema.

00:08:05: wenn ihr euch erinnerts und da haben wir uns mit der Frage beschäftigt ist jetzt Whistleblowing.

00:08:11: Wenn ich mir die ISO anschaue, ist das die Kühe.

00:08:13: und jetzt die gesetzliche Verpflichtung mit dem Hinweisgeberinnen-Schutzgesetz.

00:08:17: Die Pflicht?

00:08:18: Oder woran orientiere ich mich denn als Unternehmen?

00:08:20: an einer ISO am Gesetz oder überhaupt an... Was steht da auf der Art?

00:08:26: Und wir sind damals auch zu dem Entschluss oder zu dem Ergebnis gekommen, dass Whistleblowing im Ergebnis nämlich der ISU-CYBINON-TREISIG-NUL NUL ZWEI eigentlich das bessere Hinweisgeber in den Schutzgesetz ist, weil es ja viel besser und viel breiter auch die tatsächliche Realität der Unternehmen abdeckt.

00:08:47: Und das bringt mir jetzt schon zur nächsten Frage.

00:08:50: Viele Unternehmen haben sich nämlich bei der Einführung des Hinweis-Geberinnen-Schutzgesetzes ja die Frage gestellt brauchen wir das überhaupt?

00:08:56: Jetzt hast du gesagt Roman bei dir im Unternehmen war das innerhalb von drei Wochen implementiert und dann kommt ein Gesetz und Unternehmen fragen sich muss ich denn das überhaupt tun obwohl es ein Gesetz?

00:09:06: Wie relevant ist denn jetzt aus eurer eigenen Praxis?

00:09:10: Nämlich als Ombudslösung und auch in der Beratung, und jetzt auch in eurer Funktion.

00:09:13: Als Menschen die anderen Menschen in den Compliance auch ausbilden wie relevant is ein Hinweisgebersystem zur Aufdeckung von Risiken?

00:09:22: also wenn wir jetzt einen Fraut denken Wenn wir jetzt an katellrechtliche Verstöße denken, wenn wir auch das Thema Diskriminierung denken.

00:09:30: Wie relevant iß denn so ein Hinweisegeberystem in der Praxis tatsächlich?

00:09:35: Also ich möchte noch ganz kurz auf das eingehen, was du gesagt hast mit Kühe und Pflicht.

00:09:40: Weil ich sage darauf, Whistleblowing ist weder Kühe noch Pflicht – es ist Selbstverständlichkeit!

00:09:46: Und ich glaube, dass ist ein ganz wesentlicher Grundgedanke der dann auch im Weiteren jetzt zu deiner Frage führt, welche Rolle spielt's denn in der Aufdeckung von White Collar Crime Tatbeständen?

00:09:58: Und anderen Dingen muss man ja ganz deutlich sagen, da muss man schon sehen... Insider sind eine ganz wertvolle Quelle.

00:10:08: Also weil du ja auch auf unsere Praxisbezug genommen hast, das was ich jetzt sage gibt es auch in Studien.

00:10:14: also deshalb wird das nicht so überraschen dass die meisten whistleblower tatsächlich interne sind.

00:10:20: also die meisten Meldungen kommen von Mitarbeiterinnen oder ehemaligen MitarbeiterInnen, die ich jetzt auch als Insider natürlich dann deklariere und was ich sehr interessant finde oft auch bei den Meldungen, die wir bekommen.

00:10:33: Es ist ja selten so dass der Whistleblower das erste Mal über diesen Kanal überhaupt einen Missstand anspricht.

00:10:42: Sehr oft gab es schon etwas intern an die eigene Führungskraft oder an irgendwelche anderen Stellen aber schlicht und ergreifend ist dann nichts passiert oder halt jetzt aus Sicht vom Whistleblower zu wenig oder einfach gar nicht.

00:10:58: Und es ist sozusagen damit auch ein bisschen der Hilfeschrei an einen offiziellen Kanal, an einem anderen Prozess, an andere Personen.

00:11:06: und das zeigt aber – und dann läuft's nämlich auch meistens tatsächlich anders weil ich ja dann das in einen anderen Prozess gieße und damit in ein anderes ...es Anders auch abgearbeitet wird und deshalb ist es einfach so... Wichtig, ja hier und das spielt eine große Rolle.

00:11:21: Weil ich dem Ganzen damit vielleicht auch eine andere Struktur oder eine andere Gewichtung gebe durch den Whistle-Ploying als wenn jetzt jemand intern einfach mal etwas so nebenbei anspricht.

00:11:31: Ich sage es bewusst sehr trivial.

00:11:33: Das bringt mir zurück zu dem Entwederodersatz in der Romanbekommen hat nämlich auch zur Open Door Policy weil natürlich ist Open Door Teil der Lösung weil es natürlich eine gewisse Feedback Kultur Und Fehlerkultur auch spiegelt, wenn ich sage du kannst immer zu mir kommen und kannst mehr erzählen was du an Missständen und an Risiken entdeckst.

00:11:53: Viele Menschen trauen sich das aber nicht oder hatten schon den Moment wo sie bei der Open Door Möglichkeit gemeldet haben und gesagt haben du mir ist da etwas aufgefallen?

00:12:03: kannst du das mal anschauen.

00:12:04: Und dann

00:12:05: war die Tür

00:12:07: doch zu, oder?

00:12:07: Ja und darum ist es Teil der Lösung weil du sagst dass Andrea ganz wichtig.

00:12:12: also viele wollen dann auch etwas melden und melden das dann in Systeme um es dann auch in einen offiziellen Prozess zugießen.

00:12:19: Weil Open Door ist ja nix wert wenn nicht auch da ein Prozess hinterlegt ist und oft is nämlich da kein Prozess dahinterlegt und da scheitert er dann oft schon.

00:12:27: das Thema Whistleblowing wenn ich das nur denke im Kanal.

00:12:32: Jetzt wollte ich eigentlich noch fragen, und der Roman hat es mir schon beantwortet.

00:12:36: Nicht Müsst man whistleblowing oder nicht?

00:12:38: Du hast gesagt selbstverständlich!

00:12:40: Also unabhängig davon dass es ein Gesetz gibt.

00:12:42: Unabhängige davon das es Isonormen gibt Wistleblowing gehört dazu, ist state of the art und die seine Verpflichtung auch der Geschäftsführung wird man meinen oder?

00:12:51: Ja vor allem tauschen wir vielleicht das Wort Verpflichtungen aus in Interesse.

00:12:55: Es müsste doch im Interesse einer Geschäftsführung sein oder hier entsprechend einen Whistleblowing einzurichten weil was tun die Leute sonst?

00:13:02: die gehen extern oder sie gehen überhaupt dann zu Medien, also ob es jetzt zur Behörde geht.

00:13:06: Oder sie

00:13:07: gehen.

00:13:08: Oder die sagen klanglos und der Missstand bleibt.

00:13:12: Und da daher eigentlich dieses Interesse der Geschäftsleitung, dieses Interresse der Organisation selbst... Ich glaube das wird manchmal nicht so gesehen und das muss man auch herausstreichen dass es ja gut ist!

00:13:23: Der Missstand ist ja da nur weil jemand ihn aufzeigt ist er ja nicht in dem Moment entstanden sondern er war ja davor da, weil er wird endlich sichtbar.

00:13:32: Das

00:13:33: ist ein wunderbarer Shout-Out für das Thema Whistleblowing, wenn man es tatsächlich als Interesse versteht und nicht als Pflicht.

00:13:42: Also das ist ein wunderbarer shoutout!

00:13:44: Ich sage immer zum Thema whistleblowing – für mich ist whistleblowing auch die Einladung an die Kolleginnen und Kollegen sich aktiv am Thema Compliance zu beteiligen und daran zu partizipieren weil sie natürlich da auch die Risiken im Unternehmen auch melden.

00:13:58: Es ist dann die Aufgabe von mir zu einzuteilen, was ist denn jetzt?

00:14:02: Ist es ein Compliance-Fall oder nicht?

00:14:04: Aber es ist zumindest eine Einladung an die Kolleginnen und Kollegen Missstände durchs Missständen gesprochen, die auch zu melden damit mit diesen Missständern dann auch etwas passiert.

00:14:14: Und das ist das essentielle.

00:14:17: Jetzt haben wir vorher oder ich ja bei der Einleitung auch gesagt, dass es immer auch ein Kulturthema ist.

00:14:23: Roman wenn ich jetzt an deine Geschichte zurückdenke, wo du gesagt hast da kam dann von der Zentrale der Auftrag das umzusetzen.

00:14:33: Und sofort triggert das bei mir einen eigentlich starken Ton from the Top würde ich meinen, wenn der Auftakt kommt ihr habt's jetzt drei Wochen Zeit das zu implementieren weil das machen wir und Ton From The Top ist ja auch immer Kulturthema.

00:14:47: Inwiefern zeigt denn die Qualität von so einem Whistleblowing-Managementsystem, also ich rede nicht nur vom Meldekanal sondern auch vom gesamten Management System, die echte Compliancekultur von einem Unternehmern?

00:14:59: Ja, das ist sehr, sehr spannend.

00:15:01: Weil du hast ja schon erwähnt wir betreuen auch einige Whistleblowing Systeme von unterschiedlichen Organisationen und Unternehmen Und ich glaube wenn man da ein gewisses Gespür dann auch entwickelt und ein Gespühr auch für Menschen und für Strukturen Ich behaupte mal dass haben wir kann man extrem viel herauslesen aus den Meldungen die da kommen.

00:15:21: also es beginnt mal allein mit kommt etwas oder nicht.

00:15:26: Das ist ja schon ein erster Schritt eigentlich auch einer Kultur, wie funktioniert das?

00:15:30: Dann natürlich die Qualität der Meldungen – Wie wird das hingeworfen?

00:15:34: So einfache Dinge, wie schaut es mit Rechtschreibung aus oder nicht?

00:15:37: Ist das wurscht, wie das kommen sozusagen?

00:15:40: Oder habe ich hier dann das sehr analytisch und so... Pseudo-Juristisch oft schon, oder Hobbyjuristische aufgeschrieben.

00:15:49: Und aber natürlich auch reindern die in der Kommunikation mit den Whistleblowern.

00:15:53: Man erkennt dann manchmal auch einen großen Frust tatsächlich von den Leuten und das ist ja selten nur auf eine Situation zurückzuführen.

00:16:01: also Ja ich glaube schon dass da ein gewisser Spiegel auch der Kultur ist oder sein kann immer natürlich mit einer Vorsicht.

00:16:09: Das ist ja dann nicht die eine whistleblower automatisch Spiegelbild der gesamten Kultur, vor allem auch immer die Frage was ist jetzt die Kultur?

00:16:18: und gibt es jetzt nicht auch Subkulturen einzeln in den Unternehmen?

00:16:22: oder?

00:16:22: das sieht man nämlich sehr stark wenn es hier vielleicht auch mehrere Niederlassungen gibt oder unterschiedliche Häuser gibt wie auch immer jetzt an die Organisation strukturiert ist.

00:16:31: Häuft sich da manchmal dass es eine Richtung sehr viel kommt?

00:16:34: Und das ist meistens schon ein erstes Wahnsignal für ein Abdriften der Kultur.

00:16:40: Roman, würdest du sagen dass ein Hinweisgebersystem auch ein Katalysator der Kultur ist?

00:16:45: Ein verstärker einer gewissen Kultur?

00:16:47: vielleicht muss ich mir Frage ein bisschen konkretisieren weil ja viele Unternehmen auch die Angst haben das durch ein Hinweisegebersystem den und sie handelt umgefördert wird.

00:16:55: Wenn ich jetzt aber eine Kultur des den Ozeanen dumm habe, dann würde ich nämlich meinen ist ein Hinweisgeber-System ein Katalysator.

00:17:02: Aber das ist meine persönliche Meinung.

00:17:04: Würdest du sagen dass ein Hinweisegebersystem Kultur verstärkt?

00:17:09: Ja also für mich ist es ein Turbo einer von mehreren Turbos um mit dabei zu bleiben die hier einen Beitrag dazu leisten, etwas ganz Wesentliches im Unternehmen zu unterstützen, zu fördern und vielleicht sogar auch zu fordern.

00:17:28: Nämlich das Big-Up Kultur – und das glaube ich ist ganz wesentlich!

00:17:31: Das ist für mich der essenziellste Punkt überhaupt.

00:17:34: dieses Big-up Kultur klarzustärken kann man natürlich auch mit dem Kanal des Whistleblowing.

00:17:42: Wistleblowing ist nicht die Lösung für Speak-Up Kultur, aber Whistleblowing ist ein ganz wesentlicher Teil eben auch!

00:17:51: für das Big Up Kultur.

00:17:53: Und weil du die Vernaderung angesprochen hast oder dass den Onzeantentum absolut, also ich glaube auch wenn das die größte Angst ist und es aber dann auch in den Leuten so drinnen ist, weil die Kultur ein bisschen so ist, dann kommen auch mal solche Meldungen.

00:18:08: Das kann man aber im Wahrheit ganz schnell dann auch klarstellen, dass das einfach hier keine Platz hat.

00:18:12: und auch da an dieser Stelle unsere Erfahrung stützt genau das was einfach auch die Zahlen stützen – das gibt es de facto bei uns nicht!

00:18:19: Also dieses Vernadern über whistleblowing ist, wirklich im Promille-Bereich.

00:18:24: Ja für alle deutschen Zuhörerinnen eine kurze Einschaltung meinerseits.

00:18:28: Vernahdern ist eben denunzieren.

00:18:31: Das war doch kurz verwendet!

00:18:33: Ein bisschen sprachlicher...

00:18:36: Über

00:18:36: die Grenzen sprachlich.

00:18:37: Die

00:18:37: deutschen Kolleginnen und Kollegen sind es gewohnt hin und wieder trifft dich ab in Montat aber wir haben eine treuer Zuhöhrerinenschaft

00:18:46: in Deutschland.

00:18:47: Liebe

00:18:47: Grüße!

00:18:48: Und was ich eigentlich sagen wollte diesem Kontext so ganz, ganz wichtig ist in die Köpfe einfach auch der MitarbeiterInnen zu bringen.

00:18:57: Dass nicht melden ist eigentlich falsche Solidarität und das ist für mich so wesentlich.

00:19:04: Es ist nicht, wir lernen das halt leider in der Schule in Wahrheit.

00:19:08: Diese Pätzen oder?

00:19:09: Die waren doch immer dann die Ausgegrenzten.

00:19:11: Die Petze und so hat jetzt den verpetzt.

00:19:14: In Wahrheit ist eigentlich das schon ein bisschen die falsche Denke dass jetzt jemand etwas aufzeigt er jetzt irgendwo sagt hey da ist etwas nicht korrekt gelaufen sofort ins Eck gestellt wird.

00:19:25: Eigentlich müssten wir diese Menschen feiern die hier aufstehen die einfach hier Haltung zeigen und sagen nein Das ist nicht in Ordnung, so sollte es nicht sein.

00:19:34: Und da gibt's einen Unterschied zwischen Haltung und Querulant?

00:19:37: Absolut!

00:19:37: Also von dem her das ist eine wunderbare Info und ich wollte nur kurz zu dir was sagen Roman weil du hast gesagt was bei mir was triggert nämlich speak up fördern und fordern.

00:19:50: Das ist ja nichts anderes als wie auch mit der speak-up Kultur oder Mit dem auch Einfordern vom Aufzeigen von Missständen übertrage ich ja auch Verantwortung in die Organisation.

00:20:04: Zum einen schaffe ich einen Kanal des Vertrauens und sage, Ich höre dir zu!

00:20:08: Ich mache etwas damit aber ich übertage Verantwortung.

00:20:12: Das spielt auch wieder rein in diese Frage.

00:20:14: Wer ist denn für Compliance verantwortlich?

00:20:16: Nämlich nicht der Compliance-Officer, sondern alle im Unternehmen.

00:20:20: und mit das Big-Up-Kultur so wie du sie nämlich auch verstehst – mit dem Fördern und dem Fordern – übertrage ich eine Verantwortung dorthin wo sie auch stattfinden soll, nämlich bei den Menschen die tagtäglich im Risiko auch arbeiten!

00:20:34: Und die sollen dann natürlich auch die Möglichkeit haben das aufzuzeigen.

00:20:37: also ich glaube dass wir da jetzt einen schönen Kreis geschlossen haben.

00:20:40: Also das finde ich ganz wunderbar.

00:20:43: Zur Kultur, das hat mir auch sehr gut gefallen, Andrea.

00:20:46: Die Frage wie zeigt sich denn auch eine Kultur nämlich dann wenn keine Meldungen kommen?

00:20:50: Und das höre ich nämlich immer wieder insbesondere bei den Auswertungen von sehr vielen Kolleginnen und Kollegen, wenn wir da besprechen wie viele Fälle wir in den jeweiligen Unternehmen haben und dann kommt ja, wir haben keine Gott sei Dank weil wir haben ja keine Risiken.

00:21:04: Das ist ein völliger Schwachsinn.

00:21:05: Das ist schon Blindspotze?

00:21:06: Genau, das ist ein Völliger-Schwachsinn!

00:21:08: Weil wenn das Hinweisgebersystem nicht verwendet wird um Risiken aufzuzeigen und dann Nullmeldungen drinnen sind Dann habe ich vermutlich ein größeres Thema.

00:21:16: Also das sehe ich genauso.

00:21:17: also vielen herzlichen Dank.

00:21:19: Ich glaube wir haben jetzt grundsätzlich bei der Reise die wir jetzt begonnen haben mit dem Whistleblowing einmal die Basis geschaffen dafür dass man gesagt einem Whistleblowing darüber diskutieren wir eigentlich gar nicht mehr Sondern es ist detauf derart.

00:21:29: das ist Eigentlich selbstverständlich.

00:21:31: um in den Worten vom Roman zu bleiben Wir haben jetzt auch über die Vorteile für die Kultur gesprochen, weil es aus unserer Allersicht ein Verstärke ist.

00:21:39: Du sagst einen Turbo Roman und du sagst dass die Kultur zeigt sich darin, weil Menschen natürlich die Missstände aufzeigen.

00:21:46: Es gibt immer noch sehr viele Unternehmen, die kein Whistleblowing-System haben Obwohl es eine gesetzliche Verpflichtung gibt, obwohl es ein Interesse sein sollte der Geschäftsführung Whistleblowing als Risiko Identifikationssystem zu verstehen.

00:22:01: Geben wir denn den Unternehmen mit?

00:22:03: Bei der Reise oder bei der Frage soll ich whistleblowing, oder soll nicht.

00:22:07: Was müssen Unternehmen aus eurer Sicht unbedingt beachten wenn sie sich dazu entschlossen haben ein Hinweisgebersystem zu implementieren?

00:22:15: also bevor Sie über Prozesse noch denken oder ein System nachdenken welche Gedanken sollte sich ein Unternehmen machen nach dem Moment wo sie sagen na mach mal so jetzt.

00:22:26: Ich glaube Die Frage ist etwas abstrakt, weil du fragst ja was sollen Unternehmen machen?

00:22:32: So das Unternehmen jetzt als Gebäude dargestellt.

00:22:36: Ist ein bisschen schwer aber ich will sozusagen damit dich nicht korrigieren sondern eigentlich nur spezifizieren.

00:22:42: es ist ja dann oft Compliance die oder der dafür verantwortlich ist hier whistleblowing im Unternehmen zu implementieren.

00:22:52: und deshalb habe ich so auf diese Spezifikation geachtet Weil ich glaube, da ist es ganz wesentlich für Compliance-Officeer Mitstreiter gewinnen und dann Achtung überraschungseffekt kommunizieren.

00:23:06: Oder Andrea kommuniziert?

00:23:12: Die Kommunikation oft unterschätzt, weil genau natürlich entstehen hier dann oft vorbehalte Ängste.

00:23:18: Wir haben das Denunziantentum angesprochen.

00:23:20: es ist einfach eine Angst die oft da ist auch wenn wir in unserer Community das schon ein bisschen vielleicht ja nicht mehr hören können.

00:23:28: wenn man uns denkt nein bitte jetzt habt ihr's endlich verstanden dass gibt es nicht aber die Ängsten sind ja trotzdem da.

00:23:33: deshalb muss man die auch ernst nehmen und denen kann man aber sehr gut begegnen.

00:23:37: dann eben mit Kommunikations Und einfach auch mit Erfahrungen aus anderen, mit Studien.

00:23:43: Auch das hilft manchmal weil manche Geschäftsleitungen gehen halt dann noch sehr stark auf Zahlenmaterial.

00:23:49: und wenn ich dann einfach genug habe was ich ja habe muss man eigentlich kann man es ja sehr einfach auch finden untermauert dass vielleicht doch einfach dieses das was wir jetzt schon besprochen haben dieses Interesse usw.

00:24:01: Und bei den Mitstreiterinnen möchte ich noch dazusagen, ja also das ist natürlich jetzt die Geschäftsführung klar.

00:24:07: Die zahlt's auch oder nicht persönlich aber gibt zumindest die Zahlen lang frei.

00:24:14: Natürlich auch Betriebsrat wenn vorhanden.

00:24:16: ganz ein wesentlicher Punkt der Personal HR hat schon mal per Definition den nächsten und den ersten oft auch den letzten Kontakt zum MitarbeiterInnen.

00:24:29: Also das verstehe ich jetzt hier als Mitstreiterinnen.

00:24:33: Natürlich dann auch noch alle andere Governance-Funktionen und alles, was dann in weiterer Folge sich in der Kommunikation ergibt.

00:24:40: aber ich glaube... Der erste Schritt ist die Frage wie steht die Geschäftsführung dazu?

00:24:44: Der Vorstand?

00:24:45: Zweite Frage habe ich einen Betriebsrat ja oder nein?

00:24:48: wenn ja sofort einbinden, positiv einbinken einfach auch Ängste vielleicht nehmen oder Skepsis versuchen in Optimismus sozusagen umzuwandeln und dann eben noch weitere Kolleginnen und Kollegen aus dem Unternehmen.

00:25:04: Ich halte es für sehr schlau, so früh wie möglich in die Kommunikation zu gehen und auch sich Verbündete zu suchen, um die Organisation im Nachgang nicht zu überraschen mit einem Hinweisgebersystem sondern vorab schon zu kommunizieren und da vielleicht – wie du sagst Andrea – die Ängste auch mitzunehmen bei der Auswahl der Kanäle bei der Zuverfügungsstellung von Kanälen.

00:25:27: Nämlich auch bei der Frage Anputzlösung ja oder nein, also schaffen wir es intern weil wir die Ressourcen haben?

00:25:33: Oder gehen wir überhaupt, weil sehr kritisch gesehen wird im Unternehmen möglicherweise mit einer Anputzelösung ins Rennen, weil dort natürlich du hast das bei deinem Satz ja gesagt da auch die Unabhängigkeit geboten ist oder, die auch intern gebotene sein muss.

00:25:50: Aber es ist natürlich mit extern und einer Ombudslösung vielleicht doch ein gewisser Vertrauensvorschuss gegeben aus der Organisation.

00:25:58: Ein gewisser

00:25:58: Cut, der de facto gegeben ist.

00:26:00: also zumindest habe ich eine Barriere nochmal dazwischen.

00:26:03: Weil das Risiko von Interessenskonflikten habe ich natürlich minimiert bei einer Ombreuzlösung weil eins darf man nicht vergessen – die Menschen, die ja als Komplex ins Office arbeiten.

00:26:13: Wenn wir jetzt zum Beispiel uns Österreich ansehen, da hat ja nicht jedes Unternehmen einen eigenen Compliance-Office sondern viele Menschen machen zusätzlich Compliance und selbst in meiner eigenen Rolle.

00:26:23: Also ich bin leider der Rechtsabteilung und bin dann aber auch noch Compliance.

00:26:26: Und dann bin ich nur für Versicherungen zuständig, Contract Claim Management, ich bin für Risiko und für Internetsade zuständig.

00:26:32: also ich habe so viele Hütte dass man natürlich schneller mal in ein Risiko kommt.

00:26:35: mit welchen Hut hab' ich denn da jetzt auf?

00:26:37: Wie agiere ich den?

00:26:39: Ich glaube das ist eine Anputzlösung da die notwendige Distanz auch schafft zu diesen Risiken, die man hat mit den Interessenkonflikten.

00:26:47: Ja und manchmal hat man als Ombudsteller dann mehr Gehöhe vielleicht bei der Geschäftsleitung, weil man einfach gewisse Maßnahmen empfiehlt, als man vielleicht intern hat als Compliance Officer, weil das ist wieder der Prophet im eigenen Land.

00:27:00: Was sagt ihr jetzt so Unternehmen, die dann sagen ja dann richten wir eine E-Mail-Adresse ein oder einen Postkasten zusätzlich zur Open Door, weil jetzt sind wir quasi... Wir haben die Entscheidung getroffen.

00:27:10: Ein Hinweisgebersystem machen wir.

00:27:11: Wir haben uns die Verbündeten gesucht und zum Glück auch mit dem Betriebsrat gesprochen, weil wir endlich verstehen dass der Betriebesrat gerade für die Compliance ein wesentlicher Verbündete ist.

00:27:21: Warum kommt dort hin?

00:27:22: Wo wir nämlich nicht hinkommen?

00:27:23: oft!

00:27:24: Und jetzt sehen wir dabei die Meldekanäle zu sortieren.

00:27:27: Jetzt haben wir Anputzlösung.

00:27:28: als Als Option haben wir das jetzt abgehakt.

00:27:31: Jetzt kommen aber viele Unternehmen und sagen, da mache ich eine E-Mail Adresse, dann mache ich ein Postkasten, den die hinhängen... Und Unternehmen kommen und dann suche ich mir eine digitale Lösung.

00:27:40: Wie geht es ihr zum Beispiel auch in der Beratung damit um, wenn ein Unternehmen sagt?

00:27:45: Da macht man Wissle Blowing, aber wie soll man's denn tun?

00:27:48: Woran orientieren wir uns bei den Kanälen?

00:27:50: Wenn die sagen Omutslösungen, das schaffen wir intern!

00:27:53: Ja also erstes kurze Statement von mir dazu, mit einem Postkasten kann ich nicht sprechen.

00:27:59: Mit einem Post-Kasten kann man nicht kommunizieren.

00:28:01: das ist sehr einseitig von der Kommunikation.

00:28:04: daher ist diese Frage eines Postkastens per se für mich schon erledigt.

00:28:09: Ja, ich glaube... Also zum einen ist mir mal lieber es ist irgendwas.

00:28:13: Es ist gar nichts!

00:28:14: Das möchte ich einmal vorweg

00:28:15: schicken, da hier

00:28:16: auch ein kleiner Schritt ist.

00:28:18: dann Schritt.

00:28:18: Also das möchte ich schonmal festhalten.

00:28:20: Zweitens selbstverständlich muss man sich immer wirklich die Gegebenheiten anschauen weil es können gewisse Meldekanäler einfach Sinn machen, weil ich z.B.

00:28:29: sehr viele Menschen habe, die gar keine Laptops... Ich mein gut heutzutage hat zu Hause zumindest jeder meistens irgendetwas aber die vielleicht zu gewissen Dingen keinen Zugang

00:28:37: haben

00:28:38: oder Jetzt auch noch weitergedacht in einer Lieferkette oder dergleichen, die vielleicht auch nicht schreiben können.

00:28:44: Dann brauche ich wieder wirklich mehr das Telefonische.

00:28:47: Also gerade so Dinge wischen wir so schnell weg bei uns.

00:28:50: aber das kann in internationalen Kontexten durchaus eine Rolle spielen was für mich ganz klar einfach ... Sinnvoll, sehr gute Softwarelösungen wie ja auch Loop an dieser Stelle von mir ein schaut.

00:29:04: eine super Lösung einfach ist die sehr intuitiv ist was einfach dafür spricht.

00:29:08: Ist für mich weniger ja die der eine Kanal von wie meldet der whistleblower ein als dann das umgekehrte.

00:29:16: Wie bearbeite ich die Meldungen?

00:29:18: Und da ist halt E-Mail sehr anfällig für Chaosbildung, weil dann habe ich mal da ein E-mail.

00:29:24: Dann lege ich das ab und lege das weiter.

00:29:26: Dann hab' ich natürlich das ganze Datenschutzrechtliche Thema.

00:29:29: Wie speichere ich das jetzt eigentlich auf den internen Serverns?

00:29:32: Wie mache ich jetzt wirklich denn die Falldokumentation?

00:29:34: Habe ich wieder einen eigenen Ordner auf meinem Laufwerk?

00:29:37: Speicher ich das dort ab?

00:29:38: Wie binde ich andere ein?

00:29:39: Also es kommen doch sehr viele Dinge, die man in Wahrheit gut mit einer Software lösen kann... kann, wo ich wirklich dann an einer sicheren Stelle die ganze Fallbearbeitung strukturiert dokumentieren kann.

00:29:53: Ich das dann einfach für mich auch intern habe als Dokumentation im Nachgang – ich super Personen noch einbinden kann, ich dieses ganze Berechtigungsmanagement untergleichen nicht habe weil ich es ja dort abgebildet hab.

00:30:04: und natürlich das Thema der

00:30:05: Kommunikation.".

00:30:06: Zweitens natürlich beim E-Mail ist es immer eine Frage auch, übergebe ich damit nicht eigentlich dem Whistleblower die Verantwortung anonym zu bleiben.

00:30:15: Weil ja natürlich man kann sich dann King Kong etwa im X anlegen oder sexy Hexie oder sonst etwas.

00:30:23: aber es ist wieder natürlich die Aufgabe des Whistle Blowers oder der WhistleBlowerin hier entsprechend sich das anzulegen.

00:30:29: und das kann ich halt über Systeme sehr sauber abwickeln.

00:30:32: wenn ich das halt wirklich ernst.

00:30:33: Eine

00:30:34: kurze Ergänzung.

00:30:35: Also diese zwei Namen, die du jetzt gerade genannt hast, hatten wir tatsächlich

00:30:39: schon in der

00:30:39: Praxis ja auch die sechse Hexe.

00:30:41: Wollte ich nur noch ...

00:30:44: Ja natürlich!

00:30:45: Alles aus der Praxspultung.

00:30:48: Du hast einen wesentlichen Punkt.

00:30:49: also vielen Dank für die Ausführungen zu den digitalen Lösungen.

00:30:53: Also aus meiner Sicht gibt es für jedes Unternehmen die richtige digitale Lösung und ich bin auch der Meinung dass wenn man Whistleblowing Management System ernst nimmt dann geht das nach meinem Verständnis auch nur mit einer digitalen Lösung, unabhängig davon welche Lösung man nimmt.

00:31:08: Aber das Whistleblowing-Management-System ohne eine digitale Lösung ist in meiner Welt schwierig umzusetzen.

00:31:13: und jetzt hast du noch was Wesentliches gesagt nämlich bei der Frage oder zum Thema wie kommunizieren den Hinweisgeber auch mit dem Unternehmen?

00:31:21: Also viele können vielleicht gar nicht schreiben und wissen auch gar nicht wie sie etwas formulieren.

00:31:27: Vorhin hat es gesprochen von subzordiojuristischen Ausführungen.

00:31:31: Da ist mir vorhin schon was eingefallen und jetzt passt es, dass ich das kurz erwähne.

00:31:35: Ich war auf einer Konferenz, da habe ich den Compliance-Officeur von McDonald's kennengelernt in Kirillen und der hat ihn weit die selben Erfahrungen gemacht wie ich sie auch in der Praxis mache nämlich sich das Meldeverhalten insofern ändert, dass mehrere Meldungen oder mehr Meldung einlangen weil Menschen plötzlich mit KI lernen ihre Gedanken zu sortieren.

00:32:03: Und ich glaube, dass die KI an dieser Stelle auch eine wunderbare Lösung sein kann, das Menschen, die nicht wissen wie sie kommunizieren sollen oder wie man richtig kommuniziert, dass diese einen Zugang finden um eine Meldung abzugeben.

00:32:16: und da ist es natürlich in einer digitalen Lösung einfacher als wenn ihr das jetzt mit einem Postkasten macht.

00:32:21: und er hat gesagt ja warum merkt er hier KI am Werk ist?

00:32:25: Er hat gesagt weil er sehr viele Meldungen bekommt.

00:32:26: wo der letzte Satz ist Soll ich diese Meldung noch formaler formulieren?

00:32:31: Also diesen Fall hatten wir nicht, aber auch wir merken dass die Dinge viel strukturierter kommen und vermehrt kommen.

00:32:37: Und ich bin auch sehr dankbar weil wir sind ja ein produzierendes Unternehmen in der Metallindustrie und bei uns ist es auch so das die Produktionsmitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht unbedingt einen Zugang haben zu einem Computer weil sie sind in der Produktion, also sie sind dann Zuhause Suchen zu Hause dann Möglichkeiten, um zu melden.

00:32:55: Wenn Sie den melden und da hilft natürlich auch ein Übersetzungssystem.

00:32:59: Da hilft natürlich KI und das ist natürlich der Zugang über eine digitale Lösung einfacher als wie einen Briefkasten, der vor der Kantine hängt oder ein E-Mail.

00:33:08: wenn sie nämlich auch nicht wissen wo kommt denn das hin in der Organisation?

00:33:12: Also insofern das jetzt nur von mir ein kleiner Side Step.

00:33:17: So bei der Implementierung Halten wir da kurz fest, wir sind Freien von einer digitalen Lösung.

00:33:22: Unabhängig davon dass jeder andere Schritt ein positiver Schritt ist.

00:33:26: Welche Gedanken soll ich mir denn als Unternehmen dann machen bei der Implementierung?

00:33:32: Also gerade wir drei haben ja schon sehr oft darüber gesprochen über das Thema Meldekategorien und über den sachlichen Anwendungsbereich, den es in den jeweiligen nationalen Gesetzgebungen gibt zum Hinweisgeberin den Schutz.

00:33:45: Welchen Gedanken sollte ich mir machen oder sollte ich mich eigentlich nicht?

00:33:49: Compliance Office in einem Unternehmen?

00:33:52: Ja, also Gedanken die sehr oft zu schnell kommen ist.

00:33:54: Na ja dann nehmen wir mal einfach die Meldekategorien aus dem Gesetz!

00:33:58: Spätestens bei der Nukleansicherheit ist dann bei den meisten Schluss und die fragen sich, wie viele Anwendungsfälle haben wir eigentlich im Bereich der Nucleansichert.

00:34:06: Kann es geben?

00:34:06: Natürlich gibt's verständlich also bitte jetzt nicht falsch verstehen aber ist jetzt wahrscheinlich so wie bei der TGW oder sonst in einem klassischen Unternehmen nicht das Hot Topic wo sehr viele Meldungen eingelangen.

00:34:18: Sie erspannen dieses Jahr dann natürlich wenn wir uns das Thema der Diskriminierung anschauen und den Umgang miteinander weil das dann oft fehlt.

00:34:27: Erfahrung gesprochen und das unterstreicht ja auch die Erfahrungen von sehr vielen, mit denen wir sprechen.

00:34:32: Die meisten Fälle kommen aber genau in diesem Bereich und zwar unabhängig davon welche Meldekategorie ich eigentlich hinschreibe – die Leute wollen etwas melden!

00:34:42: Und das muss ich mir schon.

00:34:43: diese Gedanken so wie du sagst muss ich mich machen oder vielleicht sollte ich mir gar nicht zu viel Gedanken dazu machen.

00:34:48: mache ich es jetzt oder nicht einfach machen?

00:34:51: weil wenn ich jetzt Meldungen zur Diskriminierung eigentlich ausschließe muss ich mir ja schon fragen, wo kommen die aber dann hin?

00:34:59: Wo will ich die denn auch hin haben.

00:35:00: Kommen sie und ich glaube einfach es ist ein ganz ganz wichtig diesen Kanal für derartige Situationen, für die gemeldungen aufzuöffnen um eben genau dieses am Beginn besprochener, diesem Prozess anzubieten.

00:35:13: Die Leute können sich ja trotzdem natürlich in diesen Situationen an ihre eigene Führungskraft wenden, an den Betriebsratwänden, an die Personalabteilung wenden.

00:35:21: das ist ja alles nicht verboten.

00:35:23: Aber es gibt zusätzlich noch die Möglichkeit Über whistleblowing.

00:35:27: Für diejenigen, die unsere gemeinsame Folge zum Thema Antidiskriminierung nicht kennen jetzt eine Frage.

00:35:32: ich stelle sie jetzt dem Roman.

00:35:34: Diskriminierung ist das überhaupt ein Komplex-Thema?

00:35:38: Selbstverständlich!

00:35:39: Danke!

00:35:41: Also natürlich ist es ein Thema für mehrere Einheiten in einer Organisation im Unternehmen.

00:35:49: Natürlich ist da die Frage wenn's einen Betriebsrat gibt ungefähr der einzubinden Selbstredend die Personalabteilung, natürlich auch die Geschäftsleitung.

00:36:00: Aber ja also definitiv ist das ein Compliance-Thema wenn nicht überhaupt das Compliance.

00:36:05: Thema Nummer eins ganz einfach erklärt warum weil es leider tagtäglich passiert Korruption, Kartellrecht und dergleichen passiert der Gott sei Dank nicht täglich.

00:36:16: die Diskriminierung in ihren Facetten der Ungleichbehandlung des Mobbings, der sexuellen Belästigung

00:36:22: schon.

00:36:23: Also bei den Meldungen Kategorien, also wenn man jetzt tatsächlich Kategorie noch anbieten möchte dann muss und da sprechen wir die Sörbersprache.

00:36:33: Dann muss diese Meldekategorie dann müssen diese Meldekategorien auch die Realität des Unternehmens abbilden.

00:36:39: Und da bin ich bei dir und da bin bei euch, dass da die Diskriminierung dazugehört, weil die nukleare Sicherheit in sehr vielen Unternehmen nicht das Thema ist.

00:36:48: Also wenn ich Kategorie anbiete – manchmal macht es Sinn, weil ich als Compliance-Office ja auch die Statistik ... Ich will ja auch Statistiken, wo kriege ich denn die meisten Meldungen damit ich festlegen kann?

00:36:58: Wo habe ich denn ein wirklicher Thema?

00:37:00: Weil wenn ich nur sonstiges hätte oder etwas... gar nicht einladen würde, das zu kategorisieren.

00:37:06: Dann hätte vermutlich mehr aufwandern sich wenn ich die Kategorie gleich bekomme.

00:37:09: es hilft auch den Hinweisgeberinnen und Hinweis Geber sich selbst ein bisschen zu strukturieren.

00:37:13: also Ich bin schon ein Fan von Kategorien aber nur dann wenn sie die Realität des Unternehmens.

00:37:18: ja man darf's doch nicht überbewerten weil Es ist doch oft so dass die kategorie vielleicht Passender ist, die gewählt wird einfach weil der Hinweisgeber oder die Hinweis Geberin das in dem Moment auch gar nicht zu einordnen kann.

00:37:33: Oder dass für sich Passende nicht hat?

00:37:35: Oder schlicht und ergreifend ein Fall in mehreren kategorien Fällen, doch das gibt es ja sehr oft.

00:37:40: Und daher darf man dem auch jetzt nicht zu viel wissenschaftliche Bedeutung beimeißen, denke ich.

00:37:45: Es geht ja dann vielmehr um die Meldungen selbst.

00:37:48: Das ist ein wunderbarer Rät.

00:37:50: Wir haben die Entscheidung getroffen, Hinweisgebersystem machen wir.

00:37:52: Wir brauchen den Ton schon der Top.

00:37:56: Bei den Verbündeten haben wir jetzt den Betriebsrat nämlich auch in der Frage nicht nur als Kanal zu den Personen, zu denen wir nicht kommen sondern gesetzliche Verpflichtung, weil es an deiner oder anderen Stelle eine Betriebsvereinbarung bedarf.

00:38:09: Je nachdem wie ich das System auch ausgestalten... Wir haben HR, habt ihr gesagt?

00:38:14: Oder Personalabteilungen, weil das natürlich auch relevant ist wenn zum Beispiel Diskriminierungsfälle kommen, weil dort die Nähe auch zur Belegschaft eine andere ist.

00:38:22: beziehungsweise aber auch in der Konsequenz würde ich meinen, weil ich die HR-Abteilung und Personalabteilung bei der Kesequenz benötige die IT-Abteilung noch dazu nehmen, weil insbesondere wenn ich ein Webbasiertes nehme oder digitalisierte Lösung dann brauche ich die natürlich auch, weil du Andreas sagt Datenschutz.

00:38:39: Das heißt diese Themen, IT Security das muss abgeklärt sein, dass es die Verbündeten haben wir.

00:38:44: Wir haben jetzt den Kanal und die Kategorien haben wir uns ausgesucht.

00:38:49: Wenn ich keine interne Struktur habe, die das abbildet wie ein Compliance Officer, dann gibt's eine Ombudslösung.

00:38:54: also die Checkliste sind wir jetzt schon gut durch.

00:38:58: Wie erklärt man jetzt Whistleblowing so in der Organisation, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verstehen das es etwas Gutes ist und dass sie keine Angst haben müssen?

00:39:10: Also wir kommen jetzt wieder zur Kommunikation quasi.

00:39:13: Und das ist eure absolute Stärke des Thema-Kommunikations.

00:39:16: also wie erkläre ich denn das Thema Whistleblowing an die Belegschaft?

00:39:19: muss ihr den überhaupt eine Whistle Blowing Kampagne machen?

00:39:23: oder reicht wenn ich sage da ist übrigens der Kanal.

00:39:27: Ja, also deine Frage ist rhetorisch.

00:39:30: Selbstverständlich muss man das auch entsprechend kommunizieren und wir sehen es immer wieder im Rahmen von Präsentschulungen einfach wie wichtig es ist darauf hinzuweisen.

00:39:42: Also ich erlebe das wirklich immer und immer wieder dass man dann zum Thema der Meldestelle kommt und hier auf das Hinweis Gebersystem des Unternehmens verweist Und dann liest man ja in den Gesichtern schon leer oder voll.

00:40:01: Und manchmal leer, oder halb leer?

00:40:03: Aha!

00:40:04: Das gibt es auch.

00:40:05: und umso wichtiger ist glaube ich einfach hier darauf hinzuweisen.

00:40:10: das ist aber auch schon ein Teil sozusagen des Angstnehmens oder der Vorsicht zu nehmen darauf hinzubeißen.

00:40:19: dass ist ein möglicher zusätzlicher Kanal.

00:40:23: Ganz wesentlich ist hier immer wieder darauf hinzuweisen, natürlich kannst du dich an deine vorgesetzte oder deinen Vorgesetzten wenden.

00:40:32: Natürlich hast Du die Möglichkeit auch direkt bis zur Geschäftsleitung zu gehen und selbstredend auch Dich an Compliance zu wenden!

00:40:40: Whistleblowing ist ein zusätzlicher Kanal, ein wichtiger Kanal der Dir einfach hier die Angst nehmen soll, der dir die Möglichkeit gibt vertrautlich zu melken der dir die Möglichkeit gibt anonym zu bleiben.

00:40:56: Und da muss ich es leider sagen, tut mir leid an alle Hörer und Hörerinnen, die das jetzt vielleicht nicht so hören wollen aber anonyme Meldungen nicht so akzeptieren ist ein unglaublicher Schwachsinn.

00:41:09: bitte dreht's das morgen ab weil die Frage ist immer Wo gehen denn dann diese gedachten anonymen Meldungen hin?

00:41:17: Und wir leben immer wieder unternehmen, es sind nicht viele.

00:41:20: Aber wir leben.

00:41:21: sie die sagen Anonyme Meldung nehmen wir nicht an das ist so ein Plötzen.

00:41:27: für mich stellt sich schlicht und ergreifende Frage wo gehen die dann hin?

00:41:30: Gehen in die Medien?

00:41:32: Geh'n die unter?

00:41:34: Ist es vielleicht der große Fall der uns geholfen hätte hier im Prozess neu aufzusetzen um zu denken an Missstand abzutrehen und den nämlich nicht an?

00:41:44: So what?

00:41:46: Also in meiner Welt zeigt ja auch das die Kultur von einem Unternehmen, wenn die Geschäftsführung oder auch die Compliance sagt na Anonymen nehmen wir nicht.

00:41:54: Weil da kann ich mir schon vorstellen was die erste Frage der Geschäftsführung ist wenn ein Fall reinkommt.

00:41:59: Ja natürlich!

00:42:01: Die erste Frage ist immer die, also immer Gott sei Dank nicht immer aber doch immer wieder wer wars

00:42:09: genau

00:42:10: So, für alle deutschen Zuhörerinnen.

00:42:12: Wer

00:42:13: war es?

00:42:15: Unglaublich eigentlich dass das tatsächlich die erste Frage sein kann und wir leben das... doch bisweilen diese Energie, die dann aufgewandt wird in erster Linie mal sich darum zu kümmern.

00:42:26: Vom wo kommt die Meldung?

00:42:27: Was ist das für eine Quelle?

00:42:28: Wer war das?

00:42:29: mit dem müssen wir reden.

00:42:30: Was por einmal dies erinnert da wo du jetzt stehst ist dass Sebastian Reinhardt gestanden der Aufdeckerschurnalist der die Benko Geschichte aufgedeckt hat und der hat auch erzählt dass er herausgefunden hat oder dass sie rausgefunden haben das es im Signalkonstrukt auch ein Whistleblowing-System gegeben hat.

00:42:49: Und das gab es, also es gab Compliance Strukturen und Compliance Management Systemes, es gab Whistleblowing – und da gab es auch Meldungen scheinbar!

00:42:57: Und die Fragen waren aber da auch wer war bzw.

00:43:00: auch wie es klar war dass der Informationen rausgegangen sind in die nämlich auch an die Journalistinnen und Journalisten auch immer die Frage Wer war das?

00:43:10: Das erinnert mich jetzt genau an das Gespräch, weil er auch gesagt hat da wurde so viel Geld und Zeit investiert in die... In das Aufklären der Frage.

00:43:17: Wer war dass, anstatt Zeit zu investieren um Missstände im Unternehmen oder potenzielle Missständen im Unternehmen auch zu verringern?

00:43:26: Und das ist etwas, das zeigt sich scheinbar immer wieder Ja und darum bin ich persönlich auch ein Freund davon, dass man anonyme Meldungen zulässt und aus meiner eigenen Praxis kann ich sagen ihr weiß nicht wie oft sieht es bei euch bestätigt Aber aus meiner eigenen Praxis zeigt sich immer wieder, dass sich anonyme Meldereinnen und Melder im Lauf der Investigation ja zeigen.

00:43:48: Die legen offen wer sie sind.

00:43:50: Sie fühlen

00:43:50: sich sicherer mit.

00:43:51: Richtig

00:43:52: weil sie erkennen da passiert was mit meiner Meldung und dann kommt nämlich ein anderer Effekt das die dann plötzlich auch stolz sind und noch viel mehr einen aktiven Beitrag leisten wollen und dann sagen ich war es der oder die das gemeldet hat.

00:44:06: Und das ist ein wunderbares Zeichen, weil das unmittelbar ... Die Kultur im Unternehmen spiegelt wenn das passiert.

00:44:12: Lass uns dazu mal die Rollen kurz tauschen!

00:44:15: Ich glaube du hattest auch noch nie, dass dir deine Gäste Fragen stellen, es ist ja nur eine.

00:44:20: Was ist denn das Wichtigste?

00:44:22: Was wollen Hinweisgeber und Hinweis Geberinnen in aller erster Linie?

00:44:27: Was HinweisGeberinnen und Hinweise GeberInnen in erster Gehört werden?

00:44:30: Ja, genau.

00:44:31: Danke!

00:44:32: Das war nicht abgesprochen wie bei Zuhörerinnen.

00:44:34: Das war jetzt wirklich spontan.

00:44:36: Genau das ist der Punkt.

00:44:37: gehört werden werde ich aber gehört.

00:44:41: beginnt in mir ein Vertrauen sich abzubilden so kleine Wurzeln die dann immer stärker werden bis ich dann vielleicht wirklich in der Situation bin zu sagen Ja, ich verstehe das jetzt.

00:44:53: Das Unternehmen braucht eigentlich noch weitere Informationen.

00:44:57: Das geht aber dann in der Anonymität nicht mehr und das kann für Unternehmen möglicherweise sogar lebensrettend sein weil wir haben es auch schon erlebt wo so wirklich große Fälle ging.

00:45:08: also da sprechen wir jetzt nicht von Kleinigkeiten wo dann eben dieses Offenlegen extrem geholfen

00:45:14: hat.

00:45:16: Danke.

00:45:18: Das hatte ich tatsächlich noch nicht.

00:45:20: Jetzt stoßen

00:45:21: wir gleich nochmal an Trophäe, um zum Wohlbestand

00:45:24: zu machen.

00:45:29: So ganz lasse ich euch jetzt bei dem Thema Kommunikation noch nicht aus.

00:45:32: also ich fühle das alles was du sagst drum an.

00:45:35: welchen Kommunikations Kanal oder welche Maßnahmen sollten denn da begleitet werden?

00:45:40: Oder wie gestalte ich denn das bei der Einführung.

00:45:43: Mache ich das mit einem Internetartikel, mache ich das im besten Fall mit einer Schulung, mache die das mit dem Video?

00:45:49: also auf all Diese Fragen natürlich auch eine Antwort

00:45:52: für mich

00:45:53: selbst.

00:45:55: Da gibt es doch die Antwort, ich glaube die Mischung macht's natürlich ja.

00:45:58: und eins ist schon mal ganz klar diese persönlichen Gespräche führen also jetzt gerade mit den Mitstreiterinnen die wir vorher hatten.

00:46:03: also beim Betriebsrat würde ich jetzt nicht der Newsletter zukommen lassen.

00:46:07: das sollte nicht überrascht werden davon sondern da sollte es davor absolut einfach die Gespräche gegeben haben und das einbinden weil im persönlichen gespräch kann ich ja wirklich dann Ängste nehmen oder Vorbehalte nehmen aber sollte das immer ein Teil sein, also jetzt bei klassischen Compliance-Schulungen, dass auch das Thema Whistleblowing mit dabei ist.

00:46:25: Und wenn ich es jetzt einführe ja natürlich dann auch die Kommunikation mit Fingerspitzengefühl auch zu machen und vor allem nicht irgendwelche Gruppen vergessen.

00:46:35: Also wenn ich jetzt Newsletter aussende und die bekommen halt alle, die einen Computerarbeitsplatz haben.

00:46:41: aber die Leute in der Produktion bekommen den Newsletter nicht und dann werden sie vorher vollendete Tatsachen gestellt – ist das vielleicht nicht der Glücksgriff?

00:46:48: der Kommunikation und könnte das nach hinten losgehen.

00:46:51: Und aus der eigenen Praxis kann ich sagen, also wir hatten es damals verabschiedet zu kommunizieren.

00:46:55: Also wir haben damals gesagt, dass gibt jetzt ein Hinweisgeber-System und haben einen Internetartikel dazu gemacht und das war unsere Kommunikationsmaßnahme.

00:47:01: Jetzt haben wir das Glück, dass wir eine gute Kultur haben wo Menschen auch tatsächlich etwas melden.

00:47:05: Das ist die Kultur hat das kompensiert was wir in der Kommunikanion nicht gut gemacht haben.

00:47:10: aber jetzt ist es so dass wir merken wir stagnieren in Wahrheit bei einer gewissen Anzahl an Meldungen Und ich möchte eigentlich mehr Meldungen haben, weil es vermutlich mehr Risiken gibt im Unternehmen als Meldung, die wir erhalten.

00:47:21: Aus dem Grund haben wir uns jetzt Gedanken gemacht.

00:47:23: zum einen, haben wir ja bei euch auch ein Video in Auftrag gegeben das wir direkt in den Meldekanal integriert haben.

00:47:32: Das heißt Hinweisgeberinnen und HinweisGeber können sich auch den Meldevorgang Auf Seiten des Hinweisgebers, der Hinweis Geberin und auf Seiten der Compliance Organisation auch ansehen in einem animierten Video.

00:47:43: Also das ist etwas... Da ist das Feedback auch ein sehr gutes.

00:47:47: Und was wir auch machen?

00:47:48: Wir haben mit dem System, mit dem wir arbeiten und wir arbeiten mit Loop, wir haben einen Testsystem für uns in der Organisation und mit dem Testsystem spielen wir in kritischen Bereichen Mit dem Betriebsrad, obwohl der nicht kritisch ist aber auch für den Betriebesrat spielen wir im Meldeprozesse durch als Schulungsmaßnahme.

00:48:05: Wir zeigen das.

00:48:06: wie schaut es aus mit auf der Seite des Hinweissgebers?

00:48:09: Wie schaut's aus auf die Seite der Compliance?

00:48:11: Weil wir natürlich und da bin ich wieder bei euch beim Thema Diskriminierung... Der ist nicht das Hinweisgebersystem!

00:48:17: Der erste Kanal bei der Diskriminierung sondern sehr oft ist es nämlich obentur beim Betriebe Rad.

00:48:23: Und beim Betriebsrat ist es aber dann so, dass diese Meldungen zu uns im System kommen.

00:48:27: Weil der Betriebesrat hilft und unterstützt die Meldungssystem reinzubringen.

00:48:32: oder sie schicken uns eine Nachricht, dass wir diese Mellung ins System eintragen weil dort dann der Prozess startet.

00:48:40: Also ich merke das diese Kommunikationsmaßnahmen direkt mit Betroffenen oder direkt mit kritischen Bereichen im Unternehmen Dass das eigentlich ein wunderbarer Hebel ist weil da haben wir vorher tatsächlich verabsaumt.

00:48:53: Ich glaube, ein ganz wesentlicher Aspekt Martin ist auch noch... Wir achten da jetzt vermehrt drauf.

00:49:00: Auch wir lernen natürlich einfache Sprache.

00:49:04: Ja danke!

00:49:05: Das ist ja gut dahin.

00:49:06: Einfache Sprach zu verwenden?

00:49:09: Es ist gar nicht so einfach am Anfang.

00:49:13: Natürlich kann KI hier möglicherweise unterstützen aber das ist schon etwas für Und doch einige Mitarbeiterinnen hier wirklich auch klar zu machen, worum es denn geht.

00:49:27: anstatt in langwendigen Sätzen zu versuchen, zu erklären.

00:49:32: Das ist jetzt um ein Whistleblowing-System.

00:49:37: Schon bei dem Wort an sich beginnt es ja.

00:49:39: Also wenn ich das zumindest kurz erkläre, dann glaube ich kann auch einen weiteren Beitrag zur Kommunikation leisten.

00:49:45: Oder

00:49:46: auch im Bildern sprechen.

00:49:47: Da sind kleinen Comics und dergleichen.

00:49:49: da kann man sehr viel verdeutlichen ohne überhaupt schriftlich wiederzubilden sondern einfach bildlich.

00:49:57: Das ist eine wirklich wunderbare Idee.

00:50:00: Einfache Sprache, nicht nur jetzt aufgrund der Verpflichtung sowieso barrierefrei die Systeme zur Verfügung zu stellen sondern auch einfache Sprach zu verwenden für diejenigen die vielleicht der Sprache gar nicht so mächtig sind.

00:50:11: das ist ein wunderbarer Hinweis.

00:50:13: also das sollte man sich da tatsächlich an dieser Stelle wirklich mitnehmen.

00:50:18: Wir stellen ja Zum Beispiel auch Comics, wo wir wirklich in vier, fünf, sechs Bildern maximal zur Abschlussfrage kommen.

00:50:28: Was soll ich tun?

00:50:30: What shall I do?

00:50:31: und in dem Sachverhalt?

00:50:33: als entweder Betroffenen, man kann das aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln gestalten oder als jemand der es mitbekommt.

00:50:41: Oder als Vorgesetzter, der gewisse Waremzeichen erkennt oder als Kollege oder Kollegin die vom Flurfunk etwas mitgenommen hat und das glaube ich ist ganz wesentlich.

00:50:52: Wo glaubt ihr, welche Fehler machen die Unternehmen in der Kommunikation am häufigsten?

00:50:58: Dass sie nicht kommunizieren.

00:51:01: Schlecht reagieren.

00:51:03: Jetzt kommt natürlich die Folgefrage, was ist das Gegenteil von schlecht?

00:51:07: Was ist richtig oder gut reagieren?

00:51:10: Ich glaube hier muss man wirklich einfach diese Sicherheit geben.

00:51:15: Hinweisgeberinnen wollen gehört werden.

00:51:17: Das heißt ich muss einfach Auch mir ganz klar Gedanken machen, in meinem Projektteam wer bearbeitet denn die Fälle?

00:51:26: Weil über dieses Deckholdergruppe haben wir noch gar nicht gesprochen.

00:51:29: Wir haben Geschäftsführer im Betriebsrat und Personal rund um rund.

00:51:32: Wir dürfen das Deckholder-Gruppe... nicht vergessen, die die Fälle tatsächlich bearbeitet.

00:51:38: Natürlich kann man jetzt sagen gut das ist der oder die Compliance-Office im Unternehmen ja aber stellen wir uns ein Unternehmen mit mehreren Niederlassungen vor in einer Struktur vielleicht dann doch ein bisschen größer?

00:51:49: Dann habe ich natürlich die Frage wer bearbeitet denn die Felle?

00:51:53: und da ist es ganz wesentlich dass eben hier schnell reagiert wird, dass es einfach auch möglicherweise eine Kategorisierung gibt.

00:52:01: Wo muss denn eine Meldung zum Chief Compliance Officer gehen?

00:52:04: Wo kann ich sie als kleine Landesniederlassung vielleicht auch noch selbst bearbeiten, dass hier wirklich ein klar strukturierter Prozess vorliegt.

00:52:14: Der dann einfach die Möglichkeit gibt schnell zu antworten.

00:52:17: Hinweisgeber ihnen wollen gehört werden.

00:52:20: Die schnelle Antwort einmal zunächst im ersten Gang und nicht nur die automatisierte Meldungen.

00:52:24: wir haben ihre Meldungs erhalten.

00:52:26: Dies ist auch wichtig weil gesetzlich auch wichtig aber zächtlich die inhaltliche erste Reaktion und dann im weiteren Fortgang möglichst vertrauensbildende Maßnahmen zu schaffen.

00:52:37: Also genau diese Eskalationsmatrix, die du da jetzt ansprichst, haben wir bei uns im Unternehmen Entlastend für mich, weil ja natürlich dann nicht jede Meldung zu mir kommt.

00:52:49: Sondern im Umkehrschluss ist das auch ein wahnsinniges Empowerment der – du sagst die kleine Landesniederlassungen – aber warum ist das ein Empowerments?

00:52:57: Weil dort natürlich dann Compliance viel größer gedacht wird!

00:53:01: Weil dann ist es nicht etwas, dass zentral vorgegeben wird sondern wo tatsächlich ich nicht mehr Dankeschön….

00:53:06: Ich muss noch mit dem Auto fahren, danke!

00:53:09: Jetzt hast du mich kurz aus meinem Konzept gebracht was ich eigentlich sagen wollte.

00:53:14: Diese Meldematrix und diese Eskalationsmatrix ist Empowerment für die lokale Ebene.

00:53:19: Ist eine Entlastung für mich, hilft mir bei der Strukturierung und hilft mir auch insbesondere zu lernen wo haben wir denn tatsächlich kritische Fälle und wo nicht?

00:53:27: Ich habe jetzt oder du Roman aus kurzem Prozess angesprochen also Hinweisgebersystem ohne Prozess funktioniert nicht und die wichtigste Frage ist wer arbeitet?

00:53:35: Also wo kommt es hin?

00:53:37: Weil, es ist ja nicht jede Meldung auch compliance relevant.

00:53:40: Ja also das muss man vielleicht an dieser Stelle auch sagen dass es gibt Prozesse die oder Meldungen die vielleicht auch direkt durch die Führungskraft bearbeitet werden können oder auch Nichtmeldungen.

00:53:49: wie oft kriegt sie so Nichtmeltungen mit Essen in der Kantine?

00:53:53: schmeckt mir nicht.

00:53:53: Wie oft

00:53:55: kommt das?

00:53:56: Ja, es ist natürlich immer die Frage oder ich gebe dir jetzt als Antwort jene Lieblingsantworter Juristinnen.

00:54:07: Es kommt tatsächlich darauf an was definiere ich für mich als Compliance Officer in einem Unternehmen als compliance relevant?

00:54:15: Nehmen wir das Thema Diskriminierung nachdem wir heute schon darüber gesprochen haben.

00:54:19: es kann gut und gerne sein dass das in dem Unternehmen klar so geregelt full stop.

00:54:26: Dann habe ich nach meiner Diktion natürlich einen Compliance-Fall, aber viel wesentlicher ist ja der festgesetzte Prozess im Unternehmen sich daran zu halten und das ist dann vielleicht kein compliance relevanter Fall.

00:54:39: und

00:54:40: daher

00:54:40: komme ich jetzt vielleicht lassen mich ein bisschen nach unten.

00:54:43: relativieren sagen wir zwanzig Prozent.

00:54:46: Ich muss zum Beispiel sagen bei uns im Unternehmen bekommen kaum solche, also kaum bis gar nicht!

00:54:51: Also ich stelle kaum bis keine Den Ozeanen oder Fälle fest, die man meinen könnte.

00:54:58: Die war Fall unter den Ozeantentum und diese klassischen Nichtmeldungen... Also wenn wir eine im Jahr haben und die letzte, die wir hatten waren Ich wurde auf der Autobahn überholt von einem Auto mit eurem Logo auf dem Auto Und das ist statt hundertdreißig Hundertfünfzig gefahren.

00:55:16: Das ist eine Nichtmeldung.

00:55:18: Aber lass

00:55:18: mich dein Beispiel bringen, Martin!

00:55:21: Wir haben zum Beispiel einmal eine Meldung gehabt eines Unternehmens da hat sich ein Mitarbeiter diskriminiert gefühlt weil die Elektrofahrzeuge näher am Gebäude parken dürfen.

00:55:33: aufgrund der Notwendigkeit habe ich mal schon auch etwas gedacht Hier reinschalten und dann schreiben.

00:55:42: Weil natürlich die Steckdosen, sage ich jetzt einmal nicht, zweihundert Meter entfernt vom Gebäude liegen sondern halt direkt dran.

00:55:50: War das zu heftig?

00:55:51: Na

00:55:51: das war ja auch schon heftig!

00:55:55: Da baust du die Brücke zu dem was sie nämlich immer sagen muss man in der Compliance nämlich braucht Hausverstand, Bauchgefühl und ein richtig eingenuerneten moralischen Kompass.

00:56:04: Und Hausverstand ist halt etwas das sollte man tatsächlich auf das sollte Man öfter vertrauen.

00:56:10: ja

00:56:11: aber weißt du dass will ich jetzt nur noch dazu sagen bei diesen Meldungen.

00:56:14: unserer Erfahrung nach ist es da am besten Ganz sachlich neutral zurückzuschreiben zu sagen eben warum ist das jetzt warum das hier einfach nicht relevant ist Ja dass das hier auch nicht den Platz hat mit sehr subtilen Hinweisen zu sagen Wir wollen ebengenau auch den Patienten tun, ich meine das würde jetzt gar nicht so darunter fallen.

00:56:33: Das war wahrscheinlich ein bisschen persönlicher Befindlichkeit und dann ist es einfach still!

00:56:38: Da braucht es dann kein Na ja wieder dieses Wehrwaders naja und wenn man das gar nicht zu hoch kochen lässt dann dreht man diese Dinge damit auch ab.

00:56:48: Und deshalb glaube ich, gerade jetzt was dieses Prozentvorher und so betrifft es ist schon noch eine Entwicklung zu sehen.

00:56:53: Es ist wahrscheinlich am Anfang mehr.

00:56:54: wenn ich dann gut reagiere auf diese Dinge ist das ja auch eine Erziehung sozusagen der Organisation.

00:57:01: welche Meldungen kommen denn durch?

00:57:02: Und welche werden auch abgelehnt?

00:57:04: Das ist in Wahrheit schon fast ein wunderbarer Schluss der heutigen Reise weil das was du sagst bedeutet ja nichts anderes als wie das Hinweis geben.

00:57:15: und Whistleblowing eigentlich, das ist keine Einbahn.

00:57:20: Das ist nicht Whistleblowing ich melde sondern in Wahrheit ist es eine Risikokommunikation zwischen der Organisation und der Person die Risiken im Unternehmen auch festgestellt haben.

00:57:33: also das ist tatsächlich das Thema Kommunikation.

00:57:36: muss man beim Thema Whistle Blowing ein bisschen größer denken als nur die Meldung die einlangt?

00:57:41: So, ich lasse sich noch nicht ganz gehen.

00:57:43: Ich hätte nur eine Frage vorbereitet gehabt nämlich für die Unternehmen, die jetzt noch kein Hinweisgeber-System haben?

00:57:51: Ich würde sagen drei Maßnahmen.

00:57:53: Welche drei Maßnahmen sollte jedes Unternehmen das noch kein hinweisgebersystem hat oder am Beginn ist bei der Frage macht man oder macht man nicht welche drei Maßnahmen sollte das Unternehmen setzen wenn sie noch keines haben oder gerade romuend

00:58:08: zunächst einmal darüber sich klar werden, ob ich wirklich hier genug beitrage die Speak-up Kultur im eigenen Unternehmen zu fördern mit unterschiedlichen Maßnahmen, das sich einfach einmal selbst kritisch so hinterfragen.

00:58:28: Zweitens auch ganz wesentlich, ich formuliere das immer so ganz gerne in Friedenszeiten zu klären was denn mit einem Vorfall passiert wenn plötzlich sagen wir jetzt einmal die Geschäftsleitung involviert ist.

00:58:44: Wie gehe ich den dann vor?

00:58:45: Was ist denn wenn so eine Meldung kommt?

00:58:49: Zeitungsschnipseln, so wie man es früher in den Krimis gesehen hat aufgeklebt und Kuvert unter der Tür durchgeschoben hier ankommen.

00:58:59: Also das heißt auch wirklich ganz klar abklären was tue ich denn wenn dann wirklich einmal etwas passiert ja?

00:59:06: Wenn dann wirklich mal eine Meldung kommt.

00:59:09: Und der dritte Punkt, den habe ich mir für die Andrea aufgehalten.

00:59:15: Ja!

00:59:15: Ich glaube das ist auch schon wieder diese Kultur aber dieses Selbstverständnis fördern und Whistleblower vor allem nicht als Feinde sehen.

00:59:23: also das ist ja so die Brücke auch zu dem was wir schon besprochen haben dass da kann Und du hast ja gefragt, was soll ein Unternehmen tun?

00:59:30: Jetzt wieder die Frage.

00:59:31: Was ist das Unternehmen?

00:59:32: Ist es das Haus und plakatiere ich das jetzt draußen drauf?

00:59:36: Wahrscheinlich nicht, aber es ist schon auch der Ton from the top und auch die Haltung einfach der entsprechenden Mitstreiterinnen, dass als Selbstverständnis zu sehen, was Roman vorhin gesagt hat und eben die Whistleblower nicht als Feinde sondern als Enabler eigentlich zu sehen.

00:59:50: Als diejenigen, die ja dann Dinge aufzeigen damit ich es verbessern kann.

00:59:55: Und vierter Punkt.

00:59:56: Ich erlaube mir, es ist so kostengünstig im Verhältnis zu dem was ich an Erkenntnissen daraus gewinne, bitte macht's keine budgetäre Frage draus.

01:00:07: Full stop!

01:00:07: Danke und in Wahrheit muss man sagen da diese vier Punkte die ihr gesagt habt sind jetzt nicht nur für Unternehmen relevant die noch kein Hinweisgebersystem haben sondern diese frage sollten sich auch alle Unternehmen stellen die schon ein Hinweis Gebersystem haben.

01:00:22: Es hilft nämlich Oft, sich da nochmal die Frage zu stellen.

01:00:25: Habe ich die richtigen Kanäle?

01:00:27: Sind meine Prozesse gut?

01:00:28: habe ich das richtig gemeinsagt und was tue ich denn mit den Risiken, die ich erkenne?

01:00:31: Also in Wahrheit ein wunderbarer Abschluss!

01:00:34: Ich lass euch aber immer noch nicht gehen weil ihr seid sehr routiniert.

01:00:38: Ihr seid seit zum zweiten Mal schon bei mir ja und ihr hört es ja auch dem Podcast.

01:00:41: Ihr wisst ganz genau was da jetzt kommt.

01:00:43: Zum Abschluss gibt's ja immer noch das Code of C Z-Wort.

01:00:51: Compliance in einem Wort Super kalli, frageligstig, expialiketisch.

01:00:58: Ich glaube auch das hattest du

01:00:59: noch nie.

01:01:00: Was gut zu Weihnachtszeit!

01:01:03: Marry Poppins.

01:01:07: Okay ich nehme das auf.

01:01:09: Ja ja es ist super.

01:01:10: Das war vorher mal

01:01:11: gern dreher oder?

01:01:12: Dann mach Du jetzt auf seriös.

01:01:14: Ich mach

01:01:14: auf serios.

01:01:15: Ich würde wirklich sagen Rückgrat.

01:01:19: Und ich finde das gerade in der jetzigen Zeit, wo auch sehr viel Unsicherheit ist.

01:01:27: Sehr viel natürlich politisch auch passiert wenn wir uns die ganze Weltpolitik untergleichen haben und finde ich dass Rückgrat ganz wichtig und es passt auch wunderschön zum Whistleblowing dieses Rückgratt zeigen aufstehen und vor allem auch zu den eigenen Werten stehen weil sehr viele Unternehmen und Organisationen schreiben sich ja auch in den Verhaltenskurs oder der gleichen Werte hinein.

01:01:48: Und ich glaube, man sollte auch das Rückgrat haben diese dann auch in schwierigeren Zeiten zu beachten und einzuhalten.

01:01:54: Das ist wunderschön!

01:01:55: Ja?

01:01:56: Das ist ein Rückgratt, das nehme ich.

01:01:57: Ich nehme auch das andere – ich kann es noch nicht aussprechen.

01:02:01: Haltung ist kein flexibles Konzept und das ist was mit Rückhalt auch wunderbar beschrieben ist.

01:02:06: also vielen herzlichen Dank.

01:02:08: Ich darf ganz kurz zusammenfassen Hinweisgebersystem- und Whistleblowing Management System, als auch im Prozess gedacht, ist selbstverständlich.

01:02:16: Es gibt, wenn man noch nicht weiß wie man es aufsetzt.

01:02:18: Es gibt das Gesetz an dem man sich orientieren kann!

01:02:21: Es gibt die Isonomien, an der man sichorientieren kann... Es gibt wunderbare Beraterinnen und Berater, die einem unterstützen.

01:02:28: Es gib Softwareanbieter, die einen da unterstützen.

01:02:32: Bei der Implementierung aussuchen wer sind meine Verbündeten?

01:02:34: Zufuhrt ihn die Kommunikation geben um auch die Organisationen nicht zu überraschen bei der Implimentierung, bei der Auswahl auch die Frage stellen wie gestalt ich denn den Prozess bei mir im Unternehmen.

01:02:45: Also habe ich die Ressourcen bei mir in dem Unternehmen oder nicht, um die Frage nämlich zu beantworten mit Ombudslösung ja-oder nein?

01:02:52: Wenn ich die ressourcen beim mir im Unternehmen habe dann welchen Kanal welche Meldekanäle verwende ich oder implementiere ich im Unternehmen?

01:03:00: ist es rein open door.

01:03:01: Nein das ist Teil der Lösung haben wir festgestellt.

01:03:04: E-Mail ist schwierig, Postkasten nein wenn's nach dem Rumor geht und auch wenns nach mir und nach der Andrea geht.

01:03:10: Digitale Lösung ist definitiv eine Lösung, die auch den gesetzlichen Anforderungen entspricht und die auch in Wahrheit der Praxis entspürcht.

01:03:18: Wenn wir uns diese Gedanken machen, dann schauen wir unseren.

01:03:21: was machen wir im Bezug auf welche Meldungen wollen?

01:03:24: Also Meldekategorien?

01:03:27: orientieren wir uns an der tatsächlichen Praxis.

01:03:30: Kommunikation, also wie gestalte ich auch die Rückmeldung an den Hinweisgeber?

01:03:34: Die Hinweis Geberin.

01:03:35: Kommunikationsmaßnahmen als begleitende Maßnahmen bei der Implementierung von Hinweis-Gebersystemen.

01:03:41: und was ich jetzt zum Abschluss nur mitgeben möchte ist das hat die Andrea gesagt und dass finde ihr eigentlich treffend.

01:03:48: Hinweis geberinnen und hinweisgebern sind keine Feinde sondern das sind echte Verbündete weil auch Risikomanagerinnen und Risikkomanager des Unternehmenswels mit offenen Augen durchs Unternehmen gehen.

01:04:01: Lieber Roman, liebe Andrea!

01:04:03: Es war mir ein Volksfest.

01:04:06: Danke, dass Sie bei mir waren und es war eine wunderbare Reise durch das Thema Whistleblowing.

01:04:11: Vielen Dank, Martin.

01:04:13: Ja

01:04:13: vielen lieben Dank.

01:04:14: Letzter Abschlusssatz und es gibt Loop.

01:04:18: Vielen dank, ja.

01:04:20: also danke für diesen Abschlussssatz.

01:04:23: Diesen Abschluss hat es dir nämlich sehr gern.

01:04:25: Also für mehr Informationen zur Software und zum Hinweisgebersystem von LUB, bitte in unsere Homepage besuchen wir www.lub.at.

01:04:32: LUB schreibt man Ludwig Otto Ulrich-Paula e-mail.at.

01:04:37: LUB ist und das darf ich... Gleichzeitig, wenn ich mir ein bisschen auf die Schulter klopfe auch sagen.

01:04:41: Einen der führenden Whistleblowing-Lösungen in Österreich.

01:04:45: Bitte gerne Kontakt mit uns aufnehmen!

01:04:47: Zum Schluss bleibt mich und vielen Dank Roman für diesen Shoutout.

01:04:50: Vielen Dank Andrea auch du, weil du hast auch während der Portrestaufnahme Loop erwähnt als System, mit dem man sehr gerne arbeitet.

01:04:57: Ich darf zum Schluss nur sagen bleiben Sie komplett, bleibst vor allem ein guter Mensch.

01:05:04: Klammern wir auf mit

01:05:05: Rückgrat,

01:05:06: klammern zu, ihr macht den Reich etc...

01:05:15: Dieser Podcast wurde produziert von WePod it.

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